Tierarzt Wiesentheid – Ist mein Tier zu dick?

Wenn Sie Ihren Hund oder Ihre Katze streicheln und kritisch betrachten, können Sie leicht feststellen, ob Ihr Tier übergewichtig ist: „Sind die Rippen noch deutlich zu spüren? Ist die Taille noch zu erkennen?“ Meist sind falsche Ernährung und mangelnde Bewegung Schuld. Zusätzliche Kilos sind oft Ursache für viele Krankheiten!

Eine Umstellung der Ernährung und zusätzliche Bewegung lassen jedoch die Fettpolster bei Vierbeinern schnell schmelzen. Damit sie Fett ab- und Muskeln aufbauen können, ist aber eine hochwertige kalorienarme Nahrung wichtig. Bitte keine Alleingänge bei Diätfutter. Das muss von Ihrem Tierarzt angepasst und umgestellt werden.

Ein Teufelskreis

Wird der Hund oder die Katze zu dick, bewegt sich das Tier immer weniger. Es wird noch dicker, läuft daraufhin noch weniger, weil die Gelenke immer mehr schmerzen. Das macht nicht nur das tierische Leben weniger schön, es verkürzt die Lebensdauer drastisch, und zwar im Schnitt um 20 Prozent.

Die Rippen sollten zwar nicht zu sehen, aber zu erahnen sein. „Wenn man die Rippen mit Mühe fühlt, ist das Tier zu dick. Findet man sie gar nicht, ist das Tier krankhaft fettleibig“, erklärt die Tierärztin Petra Sindern und sie warnt: „Alles, was außen an Fett auf dem Körper sitzt, findet sich auch als gleich dicker Fettpanzer um den Darm, die Leber, die Nieren und das Herz.“

Zu viel auf den Rippen

Schätzungen zufolge sind etwa ein Drittel der Haustiere in Europa zu dick. Sie leiden an Adipositas (krankhafter Fettleibigkeit). Die daraus resultierenden Risiken sind dieselben wie bei dicken Menschen. Dazu gehören Leberschäden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein gesteigertes Krebsrisiko und Überlastungen der Gelenke.

„Das Zauberwort in Sachen Ernährung heißt bedarfsgerecht“, formuliert es Tierärztin Petra Sindern. Eine Katze, die z. B. den ganzen Tag auf dem Sofa faulenzt, verbraucht nur verschwindend wenig Kalorien. Ganz anders als ihr Artgenosse, der draußen über die Wiesen flitzt und auf Bäume klettert. Auch ein Hund, der nur kurze Gassi-Runden dreht, hat einen wesentlich geringeren Nahrungsbedarf.

Schluss mit den Leckerlis

„Oft kompensieren Halter ihr schlechtes Gewissen, indem sie ihren Tieren Leckerchen geben“, berichtet Tierarzt Martin Bucksch. Damit machen sie den Vierbeinern zwar eine Freude, doch etwas Gutes tun sie ihnen nicht. Denn die meisten dieser leckeren Beigaben haben viele Kalorien. Soll das Tier abnehmen, müssen diese Leckerlis vom Speiseplan gestrichen werden.

Eine gute Möglichkeit ist es, das Tier für sein Futter arbeiten zu lassen. So bekommt der Hund sein Fressen nur noch aus seinem Futterdummy, wenn er diesen apportiert hat. Damit ist auch gleich für Bewegung gesorgt. Für Katzen werden im Handel etliche Spiele angeboten, bei denen sie sich Futterbrocken selbst ergattern müssen.

Finger weg von Light-Produkten

Von einer Radikal-Diät raten Experten dringend ab. Dadurch wird der Körper extrem in Stress versetzt. Es wird vermehrt Cortison ausgeschüttet und damit Heißhunger ausgelöst. Gewarnt wird ebenso vor den billigen handelsüblichen Light-Produkten. Dabei handele es sich lediglich um das energieärmste Futter einer Produktlinie.

Tierärztin Dr. Maria Hänse ist Futterexpertin und rät: “Leiden Tiere an Adipositas reicht es nicht aus, nur die Futtermenge zu reduzieren. Unbedingt sollte das Futter angepasst werden, damit Ihr Liebling auch weiterhin mit allen Nährstoffen versorgt wird.”

Dr. Sonja Waag

„Wir passen das Futter an die Bedürfnisse an. Wir haben spezielle Diätfutter, die es in den Geschäften nicht zu kaufen gibt. Gerne stellen wir Ihren Liebling auf energiearmes Futter um, natürlich mit einem individuellen Diätplan. Die Futterumstellung wird langsam und über zwei bis drei Wochen erfolgen,“ sagt Frau Dr. Waag.

 

Als IHR GESUNDHEITSPARTNER sind wir zum Wohle Ihres Tieres da ✔

Euer Praxisteam Dr. med. vet. Sonja Waag

Ihre TOP Tierarztpraxis Wiesentheid

Beachten Sie daher weiterhin die AHA+A+L-Regeln und bleiben Sie negativ.

 

Quelle: Die Quellen sind nicht 1:1 übernommen, sondern von uns eigenständig und verständlich interpretiert bzw. aufbereitet:

Ist mein Tier zu dick? Marsden, 20/12/2016. Unter: [https://marsdenweighing.de/index.php/blog/2016/12/20/ist-mein-tier-zu-dick-ubergewicht/];
Übergewicht bei Hund und Katze – Ist mein Tier zu dick? August 5, 2019. Unter: [https://tiermedizin-simplified.com/uebergewicht-bei-hund-und-katze-ist-mein-tier-zu-dick/];
Petra Sindern, Tierärtin. Martin Bucksch. Tierarzt. Diät bei Tieren. In: Westfälische Nachrichten. 17.01.2021. Unter: [https://www.wn.de/Schlagwoerter/(etype)/person/(entity)/Petra Sindern/Martin Bucksch];
Individuelles Diätfutter für Hunde. Unter: [https://futalis.de/hundefutter/spezialfutter/diaetfutter?];
Wellniak, Isabel. 2019. In: FOCUS Tierdoktor. EVT 29.10.2019;
RKI. Aufklärungsblatt gegen COVID-19. Stand: 01. April 2021;
Tierarzt Wiesentheid. Eigene Recherche 2020, redigiert April 2021. Stand 02. Juli 2021.
Bildnachweis: Avi Richards | Lizensiert via Unsplash

Ist mein Tier zu dick?

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